iPhone 4S, die erste Woche.

Letzten Samstag klingelte völlig unangemeldet der DHL-Mann bei mir und brachte mir mein iPhone. Eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die mich begeistern:

Das Display.

Wow. Vorher besaß ich noch das 3GS und entsprechend bin ich extrem vom Retina-Display beeindruckt und erwische des öfteren mich dabei, wie ich einfach nur irgendwelche Bilder und Screens bestaune, weil sie so gestochen scharf dargestellt werden. Ich glaube das wird sich auch nicht so schnell legen. Es ist einfach krass.

Siri.

Ich bin wirklich überrascht wie viel ich es benutze. Vielleicht weil es neu ist, dennoch möchte ich einige Funktionen von Siri schon jetzt nicht mehr missen. „Stelle einen Timer auf 10 Minuten“, „Spiele die Playlist Top 500“, die Antwort auf die Frage „Wie warm wird es heute?” oder „Wo ist Andreas?“ sind nur ein paar Dinge, die mit Siri wesentlich schneller und komfortabler gehen, als von Hand.

Die/Das englische Siri könnte mir sogar zeigen wie viele Einwohner New York hat, oder wie der Dollar-Euro-Kurs gerade steht.

Natürlich funktionieren viele Sachen noch nicht, und Nachrichten oÄ. schreiben kann man wegen der teilweise fragwürdigen und unterhaltsamen Spracherkennung eigentlich noch vergessen, aber es ist ja noch in der Beta-Phase, und dafür funktioniert es bereits erstaunlich gut.

Die Kamera.

Die Kamera ist wirklich großartig. Also wirklich. Nicht nur die Bild- und Video-Qualität sind beeindruckend, es dauert auch keine gefühlte Ewigkeit mehr, sie zu starten – im Gegenteil. Dank iOS5 und Quickshot dauert es kaum 3 Sekunden, das iPhone aus der Hosentasche zu nehmen und ein Foto gemacht oder Video gestartet zu haben. So lassen sich wirklich schnell spontane Schnappschüsse machen.

Mit Instagram aufgenommen.

Mit Camera+ überarbeitet

Unbearbeitet

Ist man dann in einem W-LAN, dauert es nur noch einige weitere Sekunden, bis dieses Bild über den Fotostream auf allen iOS-Geräten sowie in iPhoto verfügbar ist. Schade dabei ist nur, dass man Bilder anscheinend noch nicht aus dem Fotostream löschen kann, sodass alle Bilder im Fotostream bleiben, bis sie durch dessen Beschränkungen irgendwann gelöscht werden.

Ich bin also mehr als zufrieden mit meinem 4S.


Ein Experiment: Bye bye ICQ.

Ich habe meine ICQ-Nummer schon seit… seit immer irgendwie. 144239096. Ich konnte sie schon während des Abiturs lange Zeit auswendig. Sie ist in unzähligen Foren meinem Profil hinterlegt und nichts ist so konsistent in meiner Internet-Laufbahn wie meine ICQ-Nummer. E-Mail-Adressen, Nicknames, Telefon-Nummern, Haupt-Domains usw… alles änderte sich im laufe der mindestens letzten 10 Jahre. Einiges sicherlich mehr als anderes, aber nichts blieb bislang so lange unverändert, wie meine ICQ-Nummer. Und es war seitdem auch fast immer an, wenn ich online war – also praktisch ständig; teilweise sogar unterwegs auf dem iPhone. Aus war es eigentlich nur dann, wenn ich wirklich nicht gestört werden wollte.

Aber irgendwie nervt es mich immer mehr. Vor allem, dass man sich nie sicher sein kann, wem ICQ gerade gehört, was hinter den Kulissen abgeht und ausserdem ist das Protokoll proprietär und damit total evil und vermutlich total archaisch, verbuggt und überhaupt und sowieso. Und was bei dem nativen Programm abgeht, bekomme ich nur so am Rande mit. Sowas wie animierte Emoticons, die einem den kompletten Bildschirm verdecken und was nicht noch für spielereien.

Das alles, und vor allem die Tatsache, dass ich es schlichtweg nicht mehr brauche, keimte den Gedanken, es über Bord zu werfen. Es sind ohnehin nur noch sehr wenige Leute mit denen ich über ICQ schreibe – aus reiner Gewohnheit, und nicht, weil ich sie sonst nicht online zu fassen bekäme.

Meine online Kommunikation findet mittlerweile in erster Linie auf Twitter, Facebook und Skype statt. Skype als klassischen Instant Messanger, Facebook in erster Linie zur “asynchronen Kommunikation” über Nachrichten, Gruppen, Statusupdates, Kommentare usw. und Twitter… naja,  Twitter eben. Marcel brachte es in seinem Comic „Warum ich Twitter mag“ ziemlich auf den Punkt.

Allerdings hängt da auch ein ordentliches Stück Nostalgie dran. Deswegen werde ich meinen Account nicht löschen, sondern lediglich auf Eis legen und aus Adium löschen.

Mal schauen, wie lange es hält.


➠ CoffeeScript

Link

CoffeeScript is a little language that compiles into JavaScript. Underneath all of those embarrassing braces and semicolons, JavaScript has always had a gorgeous object model at its heart. CoffeeScript is an attempt to expose the good parts of JavaScript in a simple way.

Und das macht es sehr gut.

Zur Zeit schreibe ich sehr viel JavaScript. Und es gefällt mir immer besser. Die Syntax war mir zwar schon lange ein Dorn im Auge, ich konnte mich aber irgendwie damit arrangieren, vor allem mit jQuery. Aber mit CoffeeScript ist es einfach wundervoll.

Jedem der regelmäßig mit JavaScript arbeitet, sei CoffeeScript ans Herz gelegt. Hier ein paar Anlaufstellen zum Einstieg:

  • Meet CoffeeScript: ein wirklich sehr guter Screencast im gewohnt guten PeepCode-Stil, der zusätzlich auch noch BDD mit Jasmine behandelt. Kostet allerdings 12$, ist es aber wirklich Wert, wenn man einen wirklich schnellen, praktischen und gut erklärten Einstieg haben möchte.
  • coffeescript.org: Die CoffeeScript-Seite selbst gibt bereits einen sehr guten Überblick und Einstieg.
  • The Little Book on CoffeeScript: ein ausführlicheres, kleines online Buch.
  • coffeescriptcookbook.com: Eine relativ große, offene Rezeptsammlung. Es empfiehlt sich wirklich dort zu stöbern.
Allerdings sollte man stets eine gesunde Portion JavaScript- oder mindestens andere Sprach-Kenntnisse mitbringen.

„You’ve baked a really lovely cake, but then you’ve used dog shit for frosting.” – Steve Jobs

„We don’t get a chance to do that many things, and every one should be really excellent. Because this is our life. Life is brief, and then you die, you know? So this is what we’ve chosen to do with our life. We could be sitting in a monastery somewhere in Japan. We could be out sailing. Some of the [executive team] could be playing golf. They could be running other companies. And we’ve all chosen to do this with our lives. So it better be damn good. It better be worth it. And we think it is.“ – Steve Jobs

Danke Steve.


➠ Warum es okay ist, sich auf die Vorstellung eines neuen Produktes zu freuen. » UARRR.org

Link

Dem stimme ich so sehr zu, dass ich es hier teilen und festhalten möchte:

Kein Gerät ist so sehr mit meinem Privat- und Arbeitsleben verknüpft, wie mein iPhone, kein Gerät fasse ich häufiger an, kein Gerät ist flexibler. Es gibt tatsächlich Personen, die es noch immer nicht verstanden haben, die denken, dass Internetkram quatsch ist, dass man unterscheiden sollte zwischen dem “echten” Leben und der Online-Spielerei, Leute, für die Internet Facebook ist, die keinen Sinn darin sehen eine Stunde zu investieren um einen Blogeintrag zu schreiben, oder 50.000 Tweets abzuschicken. Leute, die selbst etwas im Medienbereich machen wollen, vielleicht sogar gerade ein Kommunikationsdesignstudium angefangen haben. Leute, von denen man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass sie in ihrem Beruf nicht sonderlich erfolgreich werden, wenn sie nicht anfangen die — nicht mehr ganz so neuen — Möglichkeiten des Internets zu nutzen und weiterhin denken, dass das alles unsinniger Spielkram ist.

Diese Leute tun mir tatsächlich leid. Klar, es gibt viele Leute, für die das Internet nicht so relevant ist, wie für diejenigen aus unserer lustigen kleinen Blase, das ist okay, aber dann gibts da die Ignoranten, die mitten in der Blase stecken und es sich entweder nicht eingestehen wollen, oder es nicht verstehen. Das ist lustig. Aber in erster Linie traurig. Diese Leute sind dann nämlich der Ansicht, dass sie lautstark proklamieren müssen, dass andere, deren iPhone vielleicht tatsächlich ein wichtiger Lebensbestandteil ist, kein richtiges Leben haben und keine vernünftigen Kontakte pflegen. Unsinn. Dämlack.


➠ Jasmine: BDD for your JavaScript

Link

Jasmine is a behavior-driven development framework for testing your JavaScript code. It does not depend on any other JavaScript frameworks. It does not require a DOM. And it has a clean, obvious syntax so that you can easily write tests.

Jasmine sieht echt gut aus. Da ich gerade an einem jQuery-Plugin schreibe, das prädestiniert dafür ist BDD anzuwenden, ich BDD ohnehin schon längst lernen wollte und es zudem an RSpec angelehnt ist, werde ich die Gelegenheit nutzen, und Jasmine ausprobieren.


Drupal City 2011

Am letzten Wochenende war ich auf der Drupal City 2011 in Berlin. Eine Konferenz bei der sich alles um Drupal dreht – das beste CMS überhaupt, was es zur Zeit auf dem Markt gibt.

Besonders aufgefallen sind mir die Lager, in die sich die Drupal Community unterteilen lasen. Das sind im wesentlichen die Site-Builder und die Developer. Es war mal sehr interessant mitzubekommen, wie viel Site-Builder mit Drupal machen können, ohne auch nur eine Zeile Code zu schreiben und alles nur über Module und das GUI lösen.

Insgesamt war es eine gute Konferenz. Das Catering war sehr gut, die Themen interessant, wobei ich mir teilweise mehr Tiefgang für Developer gewünscht hätte und sonst gab es nur wenig zu meckern.

Was mich aber wirklich störte, war, dass nicht gerade wenige Redner sich stark überschätzten, was ihre Englischfähigkeiten angeht. Es war zwar eine internationale Konferenz, aber bei einigen habe ich mir gewünscht, sie hätten in deutsch vorgetragen. Da stellten sich teilweise wirklich die Nackenhaare hoch und man schämte sich fremd.

Trotzdem: insgesamt gut und ich würde sie nächstes Jahr wieder besuchen.


Ich kaufte einen Stift

Aha. Naja, einen Stift für’s iPad um genau zu sein, da ich auf dem iPad gerne handschriftliche Notizen machen möchte und vor habe etwas mehr darauf zu malen. Das geht mit einem Stift dann doch besser als mit Fingern.

Mir war dabei wichtig, dass er gut in der Hand liegt, nicht zu klein ist und ich nicht so fest aufdrücken muss. Nachdem ich einige Reviews gelesen hatte, entschied ich mich für den AluPen von JustMobile, für den ich auch eine vorerst uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen möchte. Vorerst, weil in Rezensionen doch ab und zu bemängelt wurde, dass die Spitze nicht so lange halten würde – das wird sich mit der Zeit zeigen.

AluPen Vergleich

Der AluPen ist etwas kleiner als die meisten Kugelschreiber, hat in etwa die Größe eines Stabilo Bionic und ist etwa so dick wie ein Copic Marker Ciao. Er ist etwas schwerer als die meisten Stifte, was ich aber gut finde. Die Spitze ist aus Gummi und von innen hol. Sie ist zwar etwas dick, aber das stört mich persönlich weniger – das Handling hat insgesamt etwas von dickeren Markern.

Bereits nach den ersten Strichen in Adobe Ideas fühlte es sich sehr gut und natürlich an und schreiben klappt besser als gedacht.

Vielleicht hätte ich einen dünneren Pinsel nehmen sollen…

Adobe Ideas ist aber nicht für richtiges Malen ausgelegt also brauchte ich dafür auch noch eine App. Da gibt es zur Zeit die Großen: Sketchbook Pro und Procreate.

Da es von Skechtbook Pro eine kostenlose Express Version gibt, probierte ich diese kurz aus, aber irgendwie wollte mir das UI und die Benutzerführung nicht so richtig gefallen. Deswegen und weil die Rezensionen für Procreate ohnehin die besseren waren entschied ich mich dafür und bin sehr froh darüber und werde es in einem eigenen Post nochmal vorstellen.

Wie gut das mit den Notizen wirklich funktioniert, werde ich am kommenden Wochenende auf der DrupalCity Berlin-Konferenz herausfinden und berichten.